Icecool

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ICECOOL
Daten zum Spiel
Autor Brian Gomez
Grafik Reinis Pētersons
Verlag Brain Games,
Amigo
Erscheinungsjahr 2016
Art Geschicklichkeitsspiel
Mitspieler 2 bis 4
Dauer 20 Minuten
Alter ab 6 Jahren
Auszeichnungen

Icecool bzw. ICECOOL ist ein Kinder- und Geschicklichkeitsspiel der lettischen Spieleautorengruppe[1] Brian Gomez. Das Spiel für zwei bis vier Spieler ab sechs Jahren dauert etwa 20 Minuten pro Runde. Es ist im Jahr 2016 in einer englischen Version bei Brain Games sowie auf Deutsch bei Amigo erschienen. 2017 wurde es gemeinsam mit den Spielen Der mysteriöse Wald und Captain Silver für den Kritikerpreis Kinderspiel des Jahres nominiert und konnte sich gegen diese durchsetzen. Zudem wurde es beim österreichischen Spiel der Spiele als eines von drei Spiele-Hits für Kinder 2017 ausgezeichnet.

Thema und AusstattungBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Bei dem Spiel Icecool geht es um ein Wettrennen zwischen einigen Schüler-Pinguinen und dem Hausmeister der Pinguin-Schule. Die kleinen Pinguine wollen lieber Fische auf den Fluren fangen, statt im Klassenraum zu sitzen. Der Hausmeister (der „Fänger“) will die Schulschwänzer (die „Läufer“) fangen. Die Spieler bewegen die Pinguine durch Schnipsen vorwärts und versuchen so, die jeweiligen Aufgaben zu erledigen. Die Läufer bekommen Siegpunkte für das Einsammeln der Fische und der Fänger für das Fangen der anderen Pinguine.

Der Inhalt der Spieleschachtel besteht neben der Spielanleitung aus:

  • fünf Schachteln, die zu einem Spielplan zusammengebaut werden,
  • vier farbigen Pinguin-Figuren in den Spielerfarben rot, blau, gelb und grün,
  • 16 Holzfischen in fünf Farben (je drei in den Spielerfarben und vier grauen)
  • 45 Fischkarten mit Werten von 1 bis 3,
  • vier Pinguinkarten
  • und vier Pinguin-Ausweisen.

SpielweiseBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Phasen während jeder Runde
  • Spielaufbau und Platzieren der Fische
  • Spiel der Läufer und des Fängers
  • Rundenwertung

Zu Beginn des Spiels werden die Boxen entsprechend der Anleitung zum dreidimensionalen Spielplan zusammengestellt und mit den neutralen Fischen fixiert. Die Spieler wählen jeweils eine Spielerfarbe und bekommen die entsprechenden Pinguinfiguren, die Holzfische, die Pinguinkarte und den Pinguin-Ausweis. Die Fischkarten werden gemischt und als verdeckter Zugstapel bereit gelegt. Ein Spieler übernimmt die Rolle des Fängers, die anderen sind die Läufer und fixieren jeweils ihre Holzfische oberhalb der markierten Türen.[2]

Der Fänger stellt seine Pinguinfigur auf eine beliebige Position innerhalb der roten Linien in der Küche auf. Der Läufer links neben dem Fänger beginnt das Spiel und stellt seine Pinguinfigur auf das Startfeld im Klassenraum und schnippt diesen in eine beliebige Richtung, danach ist der nächste Spieler dran. Ein Zug besteht dabei immer aus einem Schnippen des eigenen Pinguins. Der Fänger startet mit seinem Pinguin von dem Punkt, auf den er ihn gesetzt hat nachdem der letzte Läufer an der Reihe war.[2]

Die Läufer versuchen, durch das Schnippen ihrer Pinguine ihre Fische zu fangen. Dies erreichen sie, wenn es ihnen gelingt, ihre Figur durch die entsprechende Tür zu schnippen. In dem Fall können sie den Fisch oberhalb der Tür zu sich nehmen und eine Fischkarte ziehen. Springen die Fische beim Schnippen über die Tür oder bleiben sie in der Tür stecken, bekommt der Spieler den Fisch nicht und muss in der nächsten Runde erneut versuchen, ihn zu bekommen. Die Fischkarten geben die Anzahl der Punkte an, die der Spieler für den Fisch erhalten hat. Besitzt ein Läufer zwei Fischkarten mit dem Wert “1” und deckt diese auf, darf er sie am Ende des Zuges aufdecken und dafür sofort noch einen Zug machen.[2]

Der Fänger versucht, die Läufer zu fangen. Dies gelingt dann, wenn er bei seinem Zug einen Läufer berührt oder der Läufer ihn in seinem eigenen Zug versehentlich berührt. In beiden Fällen muss der Läufer seinen Pinguin-Ausweis an den Fänger abgeben, darf danach aber weiter Fische fangen.[2]

Die Runde endet, wenn ein Läufer seine drei Fische erbeutet hat, oder, wenn der Fänger alle Läufer fangen konnte. Beim Rundenende bekommt jeder Spieler pro Pinguin-Ausweis, der sich in seinem Besitz befindet, eine Fischkarte und so die entsprechenden Punkte. Danach bekommen alle Spieler ihre Fische und ihre Ausweise und der nächste Spieler im Uhrzeigersinn nach dem aktuellen Fänger wird neuer Fänger.[2]

Das Spiel endet, wenn jeder Spieler einmal Fänger war; es werden entsprechend so viele Runden gespielt, wie Mitspieler vorhanden sind. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt das Spiel, bei Gleichstand gewinnt der Spieler mit der größeren Kartenanzahl.[2]

Ausgaben und RezeptionBearbeiten | Quelltext bearbeiten

Das Spiel Icecool wurde von der Spieleautorengruppe Brian Gomez in Lettland entwickelt und 2016 bei dem Spieleverlag Brain Games in einer multilingualen und von Amigo in einer deutschen Version veröffentlicht, zudem sind eine polnische, eine rumänische und eine spanische Version erschienen.[3] Die grafische Gestaltung des Spiels und auch die Spielfigur stammen von Reinis Pētersons.

2017 wurde Icecool gemeinsam mit den Spielen Der mysteriöse Wald und Captain Silver für den Kritikerpreis Kinderspiel des Jahres nominiert und konnte sich gegen diese durchsetzen. Die Jury des Kinderspiel des Jahres würdigte das Spiel in der Begründung für die Nominierung wie folgt:[4]

„Da sage noch einer, Schule sei uncool. Schule ist cool, icecool. Ist die Arena erst einmal aufgebaut, können Spielkinder jedes Alters gar nicht anders, als sofort die Pinguine über das Eis schlittern zu lassen. Die Lernkurve ist groß – mit Übung sind erstaunliche Tricks möglich. Hier stimmt alles: Brian Gomez verbindet eine originelle Spielgeschichte, eindrucksvolle Ausstattung, detailverliebte Illustration und fordernden Ablauf zu einem idealtypischen Geschicklichkeitsspiel.[4]

Zudem wurde das Spiel im gleichen Jahr auf die Nominierungsliste zum Graf Ludo, einem Preis für die beste Spielgrafik des Jahres, aufgenommen[5] und beim österreichischen Spiel der Spiele als eines von drei Spiele-Hits für Kinder 2017 ausgezeichnet.[6]

BelegeBearbeiten | Quelltext bearbeiten

  1. Frankfurter Neue Presse: „Icecool“ ist das „Kinderspiel des Jahres“ 2017 | Frankfurter Neue Presse. (fnp.de [abgerufen am 21. Juli 2017]).
  2. a b c d e f Spieleanleitung Icecool, Download auf der Seite zu Icecool beim Amigo Spieleverlag; abgerufen am 18. Juni 2017.
  3. Versionen von Icecool in der Spieledatenbank BoardGameGeek (englisch); abgerufen am 18. Juni 2017.
  4. a b Icecool auf den Seiten des Spiel des Jahres e.V.; abgerufen am 18. Juni 2017.
  5. Graf Ludo 2017 - Die Auswahlliste; abgerufen am 26. Juni 2017.
  6. Die ausgezeichneten Spiele 2017 beim Österreichischem Spielepreis, 25. Juni 2017; abgerufen am 29.Juni 2017.

WeblinksBearbeiten | Quelltext bearbeiten